Donnerstag, 28. Juni 2018

4.7.2018: 1. Tag: Anreise - Trebon - Hluboká nad Vltavou - Krumau

Resi und ich haben beide um 9h noch einen Arzttermin, holen dann Trixi und Ewald ab und starten um 11h in Langenzersdorf. Kurz nach 13h erreichen wir unser erstes Ziel Trebon in Südböhmen, wo wir auf dem malerischen Marktplatz, den Renaissance- und Barockhäuser säumen, sehr gut Mittag essen. Auf dem Platz stehen ein zehneckiger Renaissance-Brunnen und eine Mariensäule.


Das Rathaus
         







Třeboň (deutsch: Wittingau) ist eine Stadt mit ca. 8600 Einwohnern. Sie war lange Zeit im Besitz der südböhmischen Adelsfamilien Rosenberg und Schwarzenberg, die auch im Schloss Třeboň residiert haben. Sie ist auch bekannt durch das ehemalige Stift der Augustiner-Chorherren. In der Stadt befindet sich bis heute eines der bedeutendsten historischen Archive Tschechiens, das schon 1602 gegründet wurde.
Die Stadt im Wittingauer Becken liegt in einer von Bächen und Kanälen durchzogenen Teichlandschaft westlich der Lainsitz und  ist seit dem 16. Jahrhundert ein Zentrum der südböhmischen Karpfenzucht. Sie geht auf die wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit der beiden letzten Rosenberger, der Brüder Wilhelm und Peter Wok zurück. 1584–1589 wurde der nördlich der Stadt liegende Rosenberg-Weiher angelegt, der mit 267 Hektar Fläche der größte Teich Böhmens ist.





Einige Schnappschüsse am Weg vom Parkplatz zum Marktplatz





Kurz nach 15h fahren wir weiter nach Hluboká nad Vltavou (Frauenberg) - bekannt durch ein schönes Schloss








Kurz nach 18h sind wir an unserem heutigen Ziel Česke Krumlov

Die mittelalterliche Kleinstadt Česky Krumlov wurde im 13.Jh. gegründet und gehörte von 1302-1602 der Familie Rožmberg. Später regierten 100 Jahre die Eggenbergs, anschließend von 1719-1947 die Schwarzenbergs. 1992 wurde die Stadt Weltkulturerbe.

Wir wohnen in der Rooseveltova unmittelbar  am Beginn der Ulice Horní, die direkt zum Námêsti Svornosti führt: vorbei am ehemaligen Jesuitenkolleg, Haus Nr. 154, dem heutigen Hotel Rose. Erbaut 1568-1588 von Wilhelm von Rosenberg. Den typischen Renaissancebau entwarf Baltattazare Maggi d‘Arogno. Die Frontseite schmücken Kratzmalereien und im Sims Malereien, die Büsten von Kriegern darstellen.



Gegenüber dem Hotel Rose ein herrlicher Blick auf die Latran- oder Burgseite


Der Schlossturm





Die Ulice Horní führt uns weiter direkt zum Námêsti Svornosti mit sehr eindrucksvollen Gebäuden: Nr. 1 das Rathaus, das Anfang des 17. Jh. aus 2 gotischen Gebäuden zusammengefügt wurde. Die zweistufige Dachkrönung mit den Vasen und einer Glocke in der linken Ecke im Jahr 1796 erbaut. An der Fassade sind die Wappen der Eggenberger, das Böhmens, das der Schwarzenbergs und etwas tiefer das der Stadt Česke Krumlov angebracht.





Im Haus Nr. 12, ursprünglich ein gotisches Haus, mit einer klassizistischen Front wohnte der Hofkoch V. Neuman, der die Büste seines Sohnes, der Abt im Zisterzienserkloster in Vyšši Brod war, anbringen ließ.


Einen dominanten Platz nimmt die Pestsäule mit einer Marienstatue an der Spitze und 8 Heiligen als Patrone der Stadt und Beschützer vor der Pest ein - errichtet 1716 zum Dank dafür, dass die Stadt 1682 von der Pest verschont blieb.


Haus Nr. 14 besitzt eine spätbarocke Fassade aus dem 18. Jh. mit einem Wandbild des hl. Johannes von Nepomuk.


Weiter geht’s hinunter zur Moldau mit einem herrlichem Blick auf den Schlossturm



und von der Brücke auf die Restaurants am Moldau-Ufer





Auf der Latran-Ufer-Seite finden wir rasch ein Restaurant zum Abendessen 



Das Vergnügen, in Papa’s Restaurant einen Outdoor-Platz gefunden zu haben, währte nur kurz. Ein heftiger Gewitterregen trieb uns rasch ins Innere, wo wir bei einem Krügerl Pilsner eine herrliche Krautsuppe genossen. 





Auf dem Rückweg zum Hotel wieder der herrliche Blick von der Horní Straße 




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