Die Prager Burg bildet seit alters die Machtzentrale des Landes. Die Anfänge reichen ins 9.Jh. zurück, als Herzog Borivoy den Herrschersitz der Premysliden von dem 10km entferntem Uferhügel Levy Hradek auf die Hradschin-Hochebene verlegte. Im 11. Jh. erhielt die Anlage eine Ringmauer mit Wehrtürmen, 1135 begann der Ausbau zum fürstlichen Palast im romanischen Stil. Eine massive Erneuerung - schon im Renaissancestil - erfolgte nach dem Burgbrand 1541 unter dem späteren Kaiser Ferdinand I. Maria Theresias Hofarchitekt Nikolaus von Pacassi verpasste der ganzen Anlage homogene, etwas strenge Fassaden wie sie für die Übergangszeit vom Spätbarock zum Frühklassizismus charakteristisch sind ( W.M.Weiss: Prag, Dumont, Reisetaschenbuch).
Auf dem Hradschin am Weg zur Burg..







Gegenüber der Alte Königspalast, die Urzelle des Epizentrum der Macht, wo die böhmischen Könige aus den Häusern der Premysliden, der Luxemburger und der Jagiellonen residierten.

Die Hauptattraktion des Rundgangs im Palast bildet der Vladislav-Saal. Der 62m lange und 16m breite Raum wurde um 1500 nach Plänen Benedikt Rieds erbaut und ist ein Meisterwerk spätgotischer Baukunst. Hier fanden alle bedeutenden Versammlungen, Landtagssitzungen, aber auch Bälle und Bankette statt.

Der Landtagssaal auch von Benedikt Ried wurde 1541 beim Burgbrand völlig zerstört und später im Stil der Spätgotik rekonstruiert.

Ausblicke vom Königspalast auf die Stadt



Dahinter verbirgt sich ein schlichter romanischer Innenraum, der in der Mitte des 12. Jh. entstand, nachdem ein bereits 920 gestifteter Vorgängerbau durch ein Feuer zerstört worden war.


Weiter geht‘s in das Goldene Gässchen im nordöstlichen Winkel des Burgareals. Der Legende nach lebten hier in den kleinen Häuschen Alchemisten, die sich an der Umwandlung von Blei in Gold versuchten. In Wirklichkeit hatte Rudolf II. hier seine Burgwache einquartiert, die ihren mageren Sold mit dem Verkauf von Handwerksarbeiten aufbesserten






Die Wenzelskapelle bildet den Höhepunkt und Abschluss des Domrundgangs: Peter Parler hat sie 1358-67 im Auftrag Karls VI. als Grab- und Reliquienkapelle für die sterblichen Überreste des hl. Wenzel geschaffen. Mehr als 3000 mit Goldplättchen eingerahmte Halbedelsteine schimmern von den Wänden, dazwischen Gemäldezyklen mit Szenen aus der Passion Christi und dem Leben des hl. Wenzel.

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Wir wollen heute noch nach Wien zurück, fahren daher mit der Linie 22 wieder hinunter auf den Platz vor der Karlsbrücke und wandern hinüber in die Altstadt:



Wir wandern zurück über den Altstädter Ring:



In den 1. Burghof oder Ehrenhof gelangt man durch das von ‚kämpfenden Giganten‘ bekrönte Prunkgitter.
durch das Matthiastor, eines der ersten frühbarocken Bauwerke Prags, das ursprünglich einen römischen Triumphbogen nachahmend frei auf dem Burgwall stand, kommt man

in den 2. Burghof mit einem frühbarocken Zierbrunnen (1686) von Francesco della Torre mit Götterfiguren und Löwen von Hieronymus Kohl.
in den 2. Burghof mit einem frühbarocken Zierbrunnen (1686) von Francesco della Torre mit Götterfiguren und Löwen von Hieronymus Kohl.
Im 3. Burghof steht man unmittelbar vor dem St.-Veitsdom bzw. dessen 82m hohen Türmen und dem die Westfassade dominierenden riesigen Rosettenfenster - eine ‚grandiose bauliche Schöpfung‘!

Das bronzene Hauptportal an der Westseite

Vorbei an der Alten Probstei, deren Ecke eine barocke Statue des hl. Wenzel (1662, Johann Georg Bendl) ziert, kommt man zur
Südseite des Veitsdoms und einem Granitobelisken zum Gedenken an die Opfer des Ersten Weltkriegs
Das Südportal, die Goldene Pforte (Zlatá brána), durch diese dreibogige Arkade betraten die Könige auf ihrem Krönungsweg den Dom
Über drei Spitzbögen leuchtet ein Glasmosaik von 85m2, das von venezianischen Kunsthandwerkern 1370 im Auftrag Kaiser Karls IV. geschaffen wurde, in rund 30 Farbtönen und gemahnt die Betrachter an das Jüngste Gericht.
Gegenüber der Alte Königspalast, die Urzelle des Epizentrum der Macht, wo die böhmischen Könige aus den Häusern der Premysliden, der Luxemburger und der Jagiellonen residierten.
Die Hauptattraktion des Rundgangs im Palast bildet der Vladislav-Saal. Der 62m lange und 16m breite Raum wurde um 1500 nach Plänen Benedikt Rieds erbaut und ist ein Meisterwerk spätgotischer Baukunst. Hier fanden alle bedeutenden Versammlungen, Landtagssitzungen, aber auch Bälle und Bankette statt.
Der Landtagssaal auch von Benedikt Ried wurde 1541 beim Burgbrand völlig zerstört und später im Stil der Spätgotik rekonstruiert.
Ausblicke vom Königspalast auf die Stadt
und die Karlsbrücke
Beim Verlassen des Königspalastes steht man vor der St.-Georgs-Basilika, dem ältesten Sakralbau auf dem Hradschin mit der rot-gelben Fassade.
Dahinter verbirgt sich ein schlichter romanischer Innenraum, der in der Mitte des 12. Jh. entstand, nachdem ein bereits 920 gestifteter Vorgängerbau durch ein Feuer zerstört worden war.
Eines der wenigen späteren Einsprengseln bildet die barocke Doppeltreppe auf den erhöhten Chor, in dem Reste von Wand- und Deckenmalereien aus dem 13. Jh. erhalten sind.

Weiter geht‘s in das Goldene Gässchen im nordöstlichen Winkel des Burgareals. Der Legende nach lebten hier in den kleinen Häuschen Alchemisten, die sich an der Umwandlung von Blei in Gold versuchten. In Wirklichkeit hatte Rudolf II. hier seine Burgwache einquartiert, die ihren mageren Sold mit dem Verkauf von Handwerksarbeiten aufbesserten
Ab 12h endlich wird der Veitsdom zugänglich. Wir kommen um 12:15h zum Eingang, wo sich schon eine - ungefähr der Länge des Doms (124m) entsprechende - Menschenschlange gebildet hatte. Dank guter Organisation betrug die Wartezeit trotzdem nur 15-20 Minuten.
Der Veitsdom (auch St.-Veits-Dom) auf der Prager Burg ist die Kathedrale des Erzbistums Prag und das größte Kirchengebäude Tschechiens. Sie wurde unter Karl IV. ab 1344 erst von Matthias von Arras und dann vor allem durch Peter Parler nach dem Vorbild der französischen Königskathedralen errichtet. Die böhmischen Könige zogen in einer feierlichen Prozession über den Königsweg aus der Prager Altstadt in den Dom hinein, der als Krönungskirche diente. Der Dom enthält neben den Grabstätten der böhmischen Herrscher auch die Krönungsinsignien, welche in der Kronkammer aufbewahrt werden. Der Dom ist Teil des Welterbes Historisches Zentrum von Prag (Wikipäd)
Der Reliquienaltar des hl. Johannes von Nepomuk, den Karl VI. von einem Wiener Kunstschmied anfertigen ließ. Den roten, von vier silbernen Engeln gehaltenen Damastbaldachin stiftete Maria Theresia.
Die Wenzelskapelle bildet den Höhepunkt und Abschluss des Domrundgangs: Peter Parler hat sie 1358-67 im Auftrag Karls VI. als Grab- und Reliquienkapelle für die sterblichen Überreste des hl. Wenzel geschaffen. Mehr als 3000 mit Goldplättchen eingerahmte Halbedelsteine schimmern von den Wänden, dazwischen Gemäldezyklen mit Szenen aus der Passion Christi und dem Leben des hl. Wenzel.
Wir wollen heute noch nach Wien zurück, fahren daher mit der Linie 22 wieder hinunter auf den Platz vor der Karlsbrücke und wandern hinüber in die Altstadt:
Ein Blick zurück auf die kleinseitigen Türme der Karlsbrücke...
...auf die Moldau und die Altstädter Seite ...
Blick von der Karlsbrücke auf das Nationaltheater, das 1868 vom tschechischen Architekten Josef Zitek begonnen und großteils mit Spendengeldern finanziert wurde. Der Neo-Renaissance-Bau wurde allerdings kurz vor der Vollendung am 12. August 1881 durch einen Brand zerstört. Nur 2 Jahre später wurde es mit Bedřich Smetanas Oper ‚Libussa‘ (Libuše) eröffnet.
Wir wandern zurück über den Altstädter Ring:
Hier das Haus zur Minute (gleich neben dem Rathaus) mit der Löwenfigur an der Ecke und mit Sgraffito-Szenen aus der antiken Mythologie und der Bibel
Das Jan-Hus-Denkmal von Ladislav Šaloun in Bronze gegossen wurde 1915 anlässlich des 500. Todestages des Kirchenreformers enthüllt

Reichlich spät um ~ 15h gönnen wir uns noch einen kurzen Lunch (Quiche, Mehlspeise und Kaffe)
Reichlich spät um ~ 15h gönnen wir uns noch einen kurzen Lunch (Quiche, Mehlspeise und Kaffe)
vor der Abreise im Paul, dann geht‘s zurück zum Hotel: um 16:10h Abfährt und 19:30h Ankunft in Langenzersdorf.
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